So was von da - Der Roman von Tino Hanekamp ist so was von gut
Es gibt Tage, da läuft es einfach nicht rund – es gibt aber auch Tage da droht das Leben in Stücke zu fallen. Oskar Wrobel, Lebenskünstler auf St.Pauli, scheint davon eine Prise abbekommen zu haben.
„Heute ist die letzte Nacht. Heute noch, dann ist Schluss.“ Silvester - der letzte Tag seinens Clubs steht an, es soll eine grandiose Abschiedsparty werden an die sich die Szene lange erinnern soll. Und: die Party soll ihn und seinen Kumpel finanziell sanieren. Doch leider läuft das Leben nicht so, schon gar nicht auf der Reeperbahn.
Alte Bekannte tauchen auf, die sich ebenfalls mit diesem Event sanieren wollen. Ein Tag des Wahnsinns bricht an, zwischen Partyvorbereitungen, Gläubigern, politischen Verwicklungen und der Wiederkehr von Mathilde, seiner großen Jugendliebe. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, denn dieser Szeneroman steckt voller Gags und überraschender Wendungen. Nur noch soviel: auch die Hamburger Innensenatorin spielt an diesem denkwürdigen Clubabend eine Rolle.
Hier schreibt jemand aus dem vollen Partyleben: Tino Hanekamp arbeitete jahrelang als Musikjournalist u.a. für die Spex und den Musikexpress, strandete in Hamburg, wo er mit einem Freund einen Musikclub gründete der dann aber der Gentrifizierung zum Opfer fiel. Heute ist er Mitbegründer und Programmdirektor des „Uebel & Gefährlich“. Alles klar, der Mann weiss worüber er redet. Das Buch ist auch eine Warnung bzw. Anleitung für potentielle Clubgründer. Erste Hilfe gibt ein 10 Punkte Programm mit dem sinnstiftenden Titel: „Wie man sich an einen Musikclub verschwendet oder Anleitung zur Gründung einer Event Location mit cash-flow-fixierter Entertainmentgastronomie und integrierter Work-Life-Balance-Solution.“
Text:Ulf Engelmayer
- Tino Hasenkamp ist zur Zeit auf Leserreise -
So was von da von Tino Hanekamp
Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-04288-7
Köln 2011
14,95 Euro



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