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Sinn im Unsinn der Medien

Bloged in Medienbeobachtung von admin Dienstag April 10, 2007

Dem erfahrenen Medienbeobachter bleibt es nicht verborgen: je banaler der Anlass desto größer der Medienhype. Beispiele dafür gibt es in den letzten Wochen genug. Ein kuschliger, weißer (Unschuld!) Bär wird zum Quotenseller, bei Boxkämfen alter Herren und gemischter Besetzung (Helmich / Raab) schalten Millionen ein, die Hochzeit eines Starlets (Liz Hurley - kann sich noch jemand an irgendeinen relevanten Film von ihr erinnern?) mit einen neureichen Inder wird auf 20! Seiten in der Bunten ausgebreitet. Was auf den ersten Blick irrational erscheint, macht in der Mediengesellschaft schon Sinn. Wir leben in einer Eventkultur und Events sind stark personalisiert. Wem es gelingt, durch Differenz, Emotionen, durch besonderes Auftreten die Aufmerksamkeitsspirale der Medien in Bewegung zu setzen, der wird die Schlagzeilen beherrschen. Hierbei kommt es nicht darauf an, was eine Person geleistet hat, wichtig ist das Starpotential - übersetzt das, was sich vermarketen, womit sich Profit machen läßt. Und es läßt sich gut davon leben, denn hier wird ein natürliches Bedürfnis von Menschen bedient. Nämlich die Neugier von Menschen auf andere Menschen, das Bedürfnis Geschichten über sie zu hören. Immerhin begibt sich der  Spiegel diese Woche auf echte Sinnsuche: “Was vom Menschen bleibt - Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele”.
Wir bleiben dran.

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