Nouvelle Vague auf Deutschlandtournee
Letztes Jahr waren sie auch in Kassel, jetzt kommen sie wieder nach Deutschland. Die Szenen, die sich während der Konzerte von Nouvelle Vague abspielen, bleiben unvergesslich. Da singen zwei bis dato völlig unbekannte junge Frauen leidenschaftlich Lieder, mit denen sie in ihren Teenager-Tagen kaum in Berührung kamen, tanzen zu „Too Drunk To Fuck“ (Dead Kennedys) auf Bar-Tresen und reichen Flaschen ins Publikum. Was haben Nouvelle Vague, was auf englisch „New Wave“ oder portugiesisch „Bossa Nova“ heißt, da nur angestellt? Sie reißen die Originale aus ihrem Kontext, skelettierten und entkernten sie bis auf die Melodie-Grundmauern, um ihnen mit Eleganz neue und bunte Gewänder über zu stülpen. Schunkeln zu Joy Division, anstatt sich zu erhängen. Cocktails mit Tuxedomoon schlürfen, Engtanz zu XTC, alles ist möglich. Nun gehen Nouvelle Vague mit „Bande À Part“ in die zweite Runde, und die Taktik bleibt fast dieselbe. Fast, denn Collin und Libaux sind zu schlau, um eine gute Idee totzureiten. Wieder entführen sie Hymnen und Gassenhauer des Punk & Wave, um sie zu verzaubern, aber diesmal kleiden sie die Originale noch freizügiger ein. „Don’t Go“ von Yazoo wird von Streichern eingehüllt, „Dancing With Myself“ (Billy Idol) bekommt einen Rockabilly-Touch und New Orders Welthit „Blue Monday“ wird völlig ausgebremst. „The Killing Moon“ (Echo & The Bunnymen), „Human Fly” (Cramps) und besonders bei “Bela Lugosi’s Dead” von Bauhaus. Und dann ist da noch „Fade To Grey“ von Visage, das durch Ziehharmonika, Vogelgezwitscher, Wellenrauschen und seltsame Steel Drums eine ganz spezielle Verwandlung erfährt. Live in folgenden Städten:
24.08. Rostock
25.08. Düsseldorf
26.08. Leipzig



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