Der Trailer zum weltweiten Aktionstag
Weltweit gehen heute Aktivisten auf die Straße um gegen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zu demonstrieren. Hier der Aufruf der Initiative http://15october.net/de/
Weltweit gehen heute Aktivisten auf die Straße um gegen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zu demonstrieren. Hier der Aufruf der Initiative http://15october.net/de/
Die Anti-Atom-Bewegung lebt, das zeigte sich vergangenen Samstag in Göttingen. Ca. 2500 Teilnehmer angeführt von einem Treckerkorso zogen vom Bahnhof durch die Innenstadt, immer wieder unterbrochen von Zwischenkundgebungen.
Viele Bilder von der bunten Demo sind unter www.buergerstimmen.de zu finden.
Besonders wurde die enge Verflechtung der Energiekonzerne (in unser Region E-On) mit der Kernkraft kritisiert. Hier sind die Kommunen aufgefordert sich von den großen Energiebetreibern zu trennen und das Stromnetz zu rekommunalisieren.

Die Jugend in Göttingen macht mobil: tausende von Schülern und Studenten machten am Mittwoch lautstark ihrem Unmut über die Bildungssituation Luft. Sitzstreik auf zentralen Kreuzungen, Zwischenkundgebungen, Besuch beim Unipräsidenten und ein kämpfeischer Abschluss auf dem Platz vor dem alten Rathaus, der nicht alle Demonstrationsteilnehmer aufnehmen konnte.
Homepage zum Bildungsstreik 2009 an der Uni Göttingen:
http://streikunigoe.blogsport.de/
Homepage des Göttinger Schülerbündnisses:
http://schuelergoettingen.blogsport.de/
Göttinger Studenten Videocast:
http://goecast.wordpress.com/
Bilder von der Demo auf flickr.com
Aktuelle Bilder und Infos auch unter www.goest.de

Die Wahrheit über das Netz - ein erschossener Student in Isfahan - wir bitten um Respekt für das Opfer beim Betrachten dieses Videos!
In diesen Tagen wird die Geschichte des Internets neu geschrieben. Die Proteste im Iran nach den Wahlen und deren Unterdrückung durch das Regime, sowie die Berichte über das Geschehen zeigen, welche Rolle die Netzwelt und ihre Struktur in diesem Konflikt spielt. Nach den Einschränkungen der journalistischen Berichterstattung aus dem Iran übernehmen die Aktivisten selbst über Blogs, Youtube und Twitter eine Weiterverbreitung und Vernetzung. Trotz massiver Störversuche des Regimes und Abschaltung der Handynetze gelingt eine weltweite Verbreitung.
Wichtige Seiten:
www.tehranlive.org
www.twitter.com/iranriggedelect
Einer der ersten Blogs die detaillierte Informationen verbreitete ist Revolutionary Road… der aber zur Zeit massiv gestört zu sein scheint, deswegen hier im Moment kein link.
Über 800 Studierende versammelten sich am gestrigen Mittwochabend auf dem Campus der Universität Göttingen zur ersten uniweiten Vollversammlung und forderten unter anderem die Abschaffung der Studiengebühren, eine grundlegende Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge, die Abschaffung der Stiftungsstruktur der Uni Göttingen, die Orientierung der BaföG-Zahlungen am realen Bedarf der Empfänger*innen sowie die Beseitigung der sozialen Selektion im Bildungssystem. Sowohl von Dozierenden als auch von Schüler*innen gab es Solidaritätsbekundungen. Im Anschluss an die Vollversammlung bildete sich eine Spontandemonstration, die durch die Innenstadt zum Unipräsidium am Wilhelmsplatz zog.
Der überfüllte Hörsaal platzte aus allen Nähten, so dass längst nicht mehr alle Interessierten einen Sitzplatz fanden. Entsprechend laut wurde es in der Folge immer wieder, als hunderte Studierende ihre Zustimmung zu den vorgebrachten Forderungen bekundeten. Vehement wurde verlangt, dass sich die Gestaltung des Studiums nicht mehr nach Fragen der ökonomischen Effizienz richten dürfe. Nach der Vollversammlung formierten sich die Studierenden spontan zu einem Demonstrationszug, um ihre Wut über die Studienbedingungen auch außerhalb des Campus sichtbar zu machen.
Es tut sich etwas auf dem Campus, die Friedhofsruhe unter den Studierenden ist vorbei. Frustriert von der Situation an den deutschen Universitäten, die gekennzeichnet ist durch extremen Leistungsdruck, zunehmende Ökonomisierung der Bildung und nicht sinnvolle Abschlüsse wie Bachelor und Master machen die Studenten mobil. hier ein erstes Video aus Göttingen.
Inmitten globaler Krisen - der Finanz- und Wirtschaftskrise, der Lebensmittel- krise und des Klimawandels - steckt die Europäische Union in einer tiefen demokratischen Legitimationskrise. Die Regierungen sind mit dem Projekt einer aggressiven, marktliberalen, und unökologischen Union mehrfach an den Bevölkerungen gescheitert.
Viele politisch engagierte Menschen diskutieren seit Jahren intensiv über ihre Vorstellungen von einem demokratischen, sozialen, ökologischen und friedlichen Europa. Das Buch “Wir bauen Europa neu” von Attac Österreich greift diese Diskussion auf und ruft die Leserinnen und Leser dazu auf, sich aktiv am demokratischen Neubau des Hauses Europa zu beteiligen. “Wir bauen Europa neu” beschreibt konkrete Alternativen in allen Politikbereichen und lässt die Autorinnen und Autoren ihre ganz persönlichen Visionen von der idealen EU darlegen.
Auf 200 Seiten versammelt das im Residenz-Verlag erschienen Buch dabei unter anderem Texte von Christian Felber, Gerald Häfner, Gerhard Jagschitz, Helga Kromp-Kolb, Wolfgang Machreich, Freda Meissner-Blau, Manfred Nowak, Martin Rümmele, Gabriele Sorgo, Aurélie Trouvé und Petra Ziegler.
Hier kann man die realen Folgen der Immobilienkrise in den USA sehen: tausende Menschen haben alles verloren und “wohnen” in mobilen Zeltstädten.
Auch in Deutschland machen progressive gesellschaftliche Gruppen mobil gegen das weltweite Wirtschaftsdesaster und die planlosen politischen Reaktionen darauf. Auftakt zu diesen Aktionen sind zwei Großdemonstrationen in Frankfurt und Berlin am 28.03.
Der Clip beleuchtet die Analyse, die Kritik, die Forderungen und die Motive einiger ProtagonistInnen der Proteste. Vom Berliner Medienkollektiv Left Vision.
Infos für Leute die aus Göttingen teilnehmen wollen gibt es unter:
www.goest.de
Infos der OrganisatorInnen:
www.28maerz.de
www.kapitalismuskrise.org
Die Anti-Atom Bewegung lebt: Über 12.000 Menschen demonstrieren gegen Atomkraft / Stärkste Mobilisierung seit Jahren / Blockaden angekündigt
http://www.x-tausendmalquer.de/
Bei strahlendem Wetter machten sich viele Tausend Menschen auf den Weg ins Wendland, um gegen den Castortransport und für den Atomausstieg zu demonstrieren. Die Demonstration begann mit einiger Verspätung, weil dichter Verkehr und zahlreiche Kurzstopps durch die Polizei die Anreise verspäteten. Bis zur Stunde stoßen noch ständig Menschen dazu, es sind derzeit über 12.000 Menschen vor Ort, über 400 Traktoren unterstützen die Aktivisten am Zwischenlager. (weiterlesen…)
Während die Zeitschrift Focus auf ihrem Titelblatt letzte Woche den Eindruck erweckt die “Erste Klasse Versorgung” im Krankenhaus sei im Prinzip für jedermann möglich, zeigt eine Anzeige in der selben Ausgabe (s.o. rechts) die wirklichen Probleme der Kliniken auf. Danach ist die finanzielle Basis der stationären Gesundheitsversorgung schon seit längerem nicht mehr sichergestellt, mehr noch: die “Qualität der Medizin und der pflegerischen Versorgung” ist in Deutschland akut gefährdet. Ein damit einhergehender Arbeitsplatzabbau hat jetzt zu einem bisher einmaligen Bündnis von kommunalen Einrichtungen, Gewerkschaften und Fachgesellschaften geführt, die für den 25. September zu einem Aktionstag nach Berlin aufgerufen haben.
http://www.rettung-der-krankenhaeuser.de
Dienstag, 1.Juli um 20:00 ist der siebte Vortrag der Veranstaltungsreihe: “Ich hab doch nichts zu verbergen” organisiert vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Göttingen, Chaostreff Göttingen, und der Basisgruppe Jura.
Timo Graen (Chaostreff Göttingen): Der Vortrag steht unter dem Motto: “Das habe ich zu verbergen!”. Es soll veranschaulicht werden, warum auch “nicht Kriminelle” anonymer surfen sollten. Wir werden auf den Hype um soziale Netzwerke eingehen und uns anschauen, weshalb soziale Netzwerke ohne eigenen Umsatz für Milliardensummen verkauft werden. Wir werden anhand eines Beispiels Einblicke erhalten, wie umfangreich ein Nutzerprofil einer Suchmaschine aussehen kann und welche Konsequenzen ein solches Profil hat. Zum Schluss werden wir praktische Tipps für den Alltag betrachten, wie wir anonymer im Netz surfen können. Hier wird auch eine praktische Einführung in das TOR Netzwerk gegeben. Der Vortrag ist auch für technisch unerfahrene Surfer geeignet. Wir werden hinterher Google mit anderen Augen sehen und über unser Surfverhalten nachdenken.
Ort: Verfügungsgebäude (VG) am Uni-Campus hinter der SUB, Raum 4.101
www.ich-hab-doch-nichts-zu-verbergen.de
Seit einer Woche halten Aktivisten einen Versuchsacker für genmanipuliertes Saatgut bei Northeim besetzt auf dem der Anbau von gentechnisch veränderten Zuckerrüben vorgesehen ist. Verantwortlich für diesen Versuchsanbau ist die KWS Saat AG mit Sitz in Einbeck. “Wir wollen durch unsere Besetzung verhindern, dass hier Gen-Rüben angebaut werden,” erklärte Robin Brand, Gemüsegärter und einer der Besetzer.
In einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Montag, den 21.4.08, um 19.30 werden die FeldbesetzerInnen des Gen-Ackers bei Northeim über ihre Motivationen für diese Feldbesetzung berichten und sich den Fragen der Bevölkerung stellen. Geplant ist eine inhaltlich konstruktive Diskussion. Die zu der Podiumsdiskussion eingeladene KWS hat nach anfänglicher Dialogbereitschaft ihre Teilnahme abgesagt. Die Veranstaltung findet in der Stadthalle Northeim statt und beginnt bereits ab 18.00 mit der Vorführung des Films „Leben außer Kontrolle“. Eintritt ist frei, um Spende wird gebeten.
Mehr Infos unter:
www.gendreck-weg.de
www.keine-gentechnik.de
Die Uni Göttingen ist in den letzten Jahren nicht gerade ein Quell orgineller Entwürfe zur etablierten Kultur und Arbeitswelt. Umso erfreulicher, dass die Kooperationstelle der Universität den Philosophen und Aktivisten Prof. Frithjof Bergmann zu einem Vortrag eingeladen hatte.
Frithjof Bergmann, geboren in Sachsen, gewann als 19jähriger mit einem Aufsatz zur “Welt, in der wir leben wollen” ein Studienjahr in Oregon von der österreichischen US-Botschaft und blieb in Amerika. Dort schlug er sich zunächst als Tellerwäscher, Preisboxer, Fließband- und Hafenarbeiter durch. Später schrieb er Theaterstücke und lebte fast 2 Jahre lang als absoluter Selbstversorger auf dem Land bevor er ein Philosophiestudium begann. Er studierte an der Eliteuniversität Princeton, promovierte mit einer Arbeit über Hegel und erhielt Lehraufträge in Princeton, Stanford, Chicago und Berkeley. Von 1978 an hat er einen Lehrstuhl für Philosophie, später auch für Anthropologie an der University of Michigan, Ann Arbor, inne. 1984 gründet er zusammen mit General Motors das erste Zentrum für Neue Arbeit in der Automobilstadt Flint in Michigan. New Work wurde zu seiner Lebensaufgabe. In seinem Göttinger Vortrag ging Bergmann von der These aus, das herkömmliche Arbeit keine Vollbeschäftigung mehr schaffen wird. Die Welt besteht aus Oasen des Wohlstand, von dem über 80 Prozent der Weltbevölkerung auf Dauer ausgeschlossen sind. Die weiter vorschreitende Automatisierung der Arbeitsvorgänge, die Globalisierung der Warenproduktion und die zunehmende Verstädterung schaffen einen Trend, der die alte Arbeitsformen weiter abschafft. Aus dieser Erkenntnis haben Bergmann und seine Mitstreiter das Projekt “Neue Arbeit” entwickelt, das bereits weltweit agiert. Ein Aspekt ist die Dreiteilung herkömmlicher Arbeitszeit in normale Erwerbsarbeit, in Highttech Eigenproduktion und in sogenannte Arbeit die wir “Wirklich, wirklich wollen”. Ein Ansatz der über die normale theoretische Systemkritik hinweggeht und Alternativen aufzeigt. Aber auch ein Ansatz, der von vielen politschen Linken als Nischenwirtschaft kritisiert und abgelehnt wird. Ein lebhafte Veranstaltung, vielleicht gelingt es in Göttingen ein Projekt “Neue Arbeit” ins Leben zu rufen.
Material zum Thema:
www.newwork-newculture.net
Wir nennen es Arbeit - Buchkritik in der radio lounge
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