Ein schwarzes Loch im Sommerloch
Weltuntergangszenarien kommen in den Medien immer gut, keine Theorie ist zu absurd als das sie keine Anhänger findet. Neuester Streich: die Erde verschwindet durch das gestern gestartete Experiment im neuen Teilchenbeschleuniger CERN in einem dort erzeugten schwarzen Loch. Selbst die ansonsten humoristischen Schlagzeilen abgeneigte FAZ (s.o.) machte dieses Thema zu einem Aufmacher auf ihrer Titelseite. Einsamer Rufer in der Wüste (der Teilchenphysiker) ist der Tübinger Physiker Otto Rössler, dem es laut TAZ “…gelungen ist, die Wissenschaftswelt aufzumischen. Die Geschichte eines Genies, das es geschaft hat, der Gemeinde der Teilchenphysiker einen Streich zu spielen.” Hierbei handelt es sich nicht um eine Einschätzung der TAZ, sondern sehr wahrscheinlich um eine Selbsteinschätzung Rösslers der (nochmal die TAZ) schon mal als Gipfel eines Streits mit seiner Universitätsleitung die Neue Aula der Uni mit blauer Farbe besudelte. Dennoch haben seine Thesen gerade im Netz viele Anhänger gefunden. Unter Achtphasen.net findet man z.B. ein Forum in dem alle Aspekte auch von Fachleute breit diskutiert werden. Sollte dennoch dieses laut Rössler “Größte Verbrechen der Menschheit” eintreten, wäre dies wirklich ein perfektes Verbrechen, da niemand mehr die “Täter” zur Rechenschaft ziehen könnte. Noch schlimmer wäre es natürlich wenn trotz der Investitionen von 6 Mrd. Euro nichts - also kein Erkenntnisgewinn - dabei herauskommen würde.
Anm. Eine besonders witzige Animation zu diesem Thema findet sich hier



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