Über 800 Studierende versammelten sich am gestrigen Mittwochabend auf dem Campus der Universität Göttingen zur ersten uniweiten Vollversammlung und forderten unter anderem die Abschaffung der Studiengebühren, eine grundlegende Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge, die Abschaffung der Stiftungsstruktur der Uni Göttingen, die Orientierung der BaföG-Zahlungen am realen Bedarf der Empfänger*innen sowie die Beseitigung der sozialen Selektion im Bildungssystem. Sowohl von Dozierenden als auch von Schüler*innen gab es Solidaritätsbekundungen. Im Anschluss an die Vollversammlung bildete sich eine Spontandemonstration, die durch die Innenstadt zum Unipräsidium am Wilhelmsplatz zog.
Der überfüllte Hörsaal platzte aus allen Nähten, so dass längst nicht mehr alle Interessierten einen Sitzplatz fanden. Entsprechend laut wurde es in der Folge immer wieder, als hunderte Studierende ihre Zustimmung zu den vorgebrachten Forderungen bekundeten. Vehement wurde verlangt, dass sich die Gestaltung des Studiums nicht mehr nach Fragen der ökonomischen Effizienz richten dürfe. Nach der Vollversammlung formierten sich die Studierenden spontan zu einem Demonstrationszug, um ihre Wut über die Studienbedingungen auch außerhalb des Campus sichtbar zu machen.
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