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Diskussion über die Razzia bei Heaven & Hell

Bloged in Local Shit von admin Sonntag Dezember 9, 2007

Diskussionsrunde zur Razzia bei der Heaven & Hell VIII Foto® Goloci Zwei Stunden dauerte die Livediskussion im Göttinger StadtRadio über die Geschehnisse (s.u.) bei der letzten Heaven & Hell Party im Haus der Kulturen. Zu Wort kamen unter anderem Party Gäste, die Veranstalter und als Vertreter der Polizei Herr Freyberg von der Drogenprävention. Trotz intensiver und kontrovers geführter Diskussion bleibt die Faktenlage sehr dünn: Aufgrund der Razzia wurden 100 Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet (68 mal Speed, 19 Mal Cannabis, zehn mal XTC). Die aus der erkennungsdienstlichen Behandlung aller Gäste  gewonnenen Daten sollen bei den als “unschuldig” geltenden Besuchern ab 14.12. gelöscht werden. Die zahlreichen dienstaufsichtsbeschwerden, die bei der Polizei eingegangen sind, werden zur Zeit bearbeitet und konnten wegen des laufenden Verfahrens während der Sendung diskutiert werden. Fazit: Über die Verhältnismässigkeit der Aktion muss man nach der Diskussion noch mehr Zweifel als vorher haben, unklar blieb welche wirkliche Gefahrenlage zu dieser rigorosen Maßnahme den Anlaß gegeben hat. Der Verdacht läßt sich nicht ausräumen, dass es hier in erster Linie um eine massive Verunsicherung der elektronischen, unabhängigen Musikszene in Göttingen ging. Ob damit eine sinnvolle nachhaltige Drogenprävention betrieben werden kann, darf bezweifelt werden. Die Geschichte der Subkulturen zeigt das es gerade zwischen Musik und illegale Drogen immer einen Zusammenhang gegeben hat. Um so wichtiger ist, das die Szene selbst darüber eine Debatte führt, wie sie in Zukunft mit dem Problem umgehen will. Die gemeinsame Diskussion am Freitag war zumindest ein guter Anfang. Sendung verpasst? Hier als Podcast

“Zug der Erinnerung” macht Station in Göttingen

Bloged in Aktivisten, Local Shit von admin Sonntag Dezember 9, 2007

ZUg der ErinnerungWas wissen wir über die Deportation der Juden im dritten Reich, was über die Verstrickungen der Reichsbahn, was über die lokalen Zusammenhänge dieser Transporte und die Einzelschicksale gerade von Kindern und Jugendlichen?  Nicht viel, wird die überwiegende Antwort lauten. Mit einer Zugstaffette informieren zur Zeit deutsche Bürgerinitiativen an die NS-Deportationen von über 12.000 jüdischen Kindern und an die Verschleppung Jugendlicher aus zahlreichen anderen Opfergruppen. Der Zug verkehrt auf der Strecke der früheren Deportationen der Reichsbahn und steuert die deutschen Heimatstädte der verschollenen Kinder an. Eine mobile Ausstellung, die das Deportationsschicksal in mehreren Waggons darstellt, will insbesondere Jugendliche zur Spurensuche nach örtlichen Lebenszeugnissen der deportierten Kinder anregen. Vom 12.12. bis zum 16.12. macht der Zug der Erinnerung in Göttingen Station. Begelitend dazu gibt es eine umfangreiche Reihe von Veranstaltungen zum Thema,  mehr dazu auf den Seiten von Goest.

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