Das Kunstmuseum Wolfsburg hat in den vergangenen Jahren wiederholt Übersichtsausstellungen zu Orten oder Ländern organisiert. Aktuell wird die Situation schweizer Kunst untersucht und präsentiert. Die zweiteilige Ausstellung Swiss Made: Präzision und Wahnsinn betrachtet maßgebliche Einzelpositionen der Schweizer Kunst im 19. und 20. Jahrhundert und folgt einem dialogischen Präsentationsprinzip: Schlüsselwerke “altehrwürdiger” Schweizer Künstler werden Arbeiten jüngerer Künstler kontrastiv gegenübergestellt. Der Untertitel der Ausstellung, “Präzision und Wahnsinn”, wird als ironisch aufgeladene Grundthese gesetzt. Beide Deutungsmuster haben sich als charakteristisch für Schweizer Kunstpositionen erwiesen. Auf der Seite der Präzision steht ein präzisierendes, handwerklich solides und puristisches Denk- und Arbeitsmodell. Künstler wie Ferdinand Hodler, Max Bill, Paul Richard Lohse und Paul Klee werden diesem rationalistischen Prinzip zugeordnet. Unter den Jüngeren finden sich Entwürfe von Adrian Schiess, Yves Netzhammer, Helmut Federle, John Armleder und Rémy Zaugg. (weiterlesen…)