Filmfest Hamburg - TEHRAN WITHOUT PERMISSION von Sepideh Farsi
Die Regisseurin Sepideh Farsi hat ausschließlich mit Handykamera gedreht. So ist ein sehr persönlicher und direkter Film entstanden. Es wird der Alltag in Teheran gezeigt. Das getrennte öffentliche Leben von Mann und Frau. Eine auf die Welt hin offene iranische Jugend. Aber auch die Heuchelei, die daraus entsteht, dass man zwei Gesichter hat: eins für die Öffentlichkeit und eins, das man im privaten Raum pflegt. Dabei sind Taxis ein sehr kurioser Zwischenraum, der viele Geschichten zurückläßt. Moderne Geschichten aus Tausend-und-einer-Nacht wie die Regisseurin am Sonntag im METROPOLIS erläuterte.
Ein unbedingt zu empfehlender Film, gedreht vor den Unruhen nach der Wahl, aber das Klima ist bereits zu erkennen und zum Schluß werden noch Stills aus der letzten Zeit eingeblendet. Sehr deutlich sind auch zwei populäre Hip-Hop-Songs am Anfang und am Ende von TEHRAN WITHOUT PERMISSION, die den Film quasi einrahmen. Erlaubt sind die im Iran sicher nicht, sie machen aber die Untergrundstimmung dort deutlich.
Meike Gastner



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