Terrible Happy - Notizen aus dem dänischen Flachland
Henrik Ruben Genz geht in TERRIBLY HAPPY der dänischen Provinz auf den Grund. Und wohl nicht nur der! Der Kopenhagener Polizist Robert wird aus platte Land versetzt. Moin, moin auch…. Leider ist er den Bewohnern dieser Gegend hoffnungslos ausgesetzt. Wenn er sich - auf gruselige Weise - ihnen doch gewachsen zeigt. Oder: auf bestimmte eingeübte Riten, können Männer wie Robert sich nur auf eine Art verhalten. In TERRIBLY HAPPY kann man seine Zweifel an Polizisten und Männerklüngeleien nähren. Das typische Verhalten im Dorf ist eine Mischung aus Totalinformiertheit und Vertuschen nach außen. Wir regeln unsere Sachen selber! So beginnt provinzelles Denken. Und mag der Horizont in der Marsch auch weit sein. Das Dorf kennt seine Grenzsteine. Und was dem, der auf dem Sprung ist, gruselig erscheint, vermittelt dem, der an das Dorf gebunden ist, Sicherheit. Dem Regisseur Henrik Ruben Genz lag daran, das archaische Verhalten seiner Figuren herauszukristallisieren. Es ist ihm gelungen.
Text: Meike Gastner
p.s. Demnächst läuft in der radio lounge ein Interview mit dem Regisseur Henrik Ruben Genz, danach hier als mp3 zu hören.



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