Martin Scorcese über seine Rolling Stones Dokumentation “Shine a Light”
Heute läuft bundesweit der Rolling Stones Film “Shine a light” an. In einem ausführlichen Interview in der ZEIT von dieser Woche äußert sich Regisseur Martin Scorcese zur Musik der 60er Jahre. Ohne sie wäre seine Arbeit undenkbar.” Diese Musik sei der Brunnen, an den er immer wieder zurückkehre.
Er denke an Bob Dylan, Cream, Blind Faith, die Kinks, Derek and the Dominos und vor allem die Stones. Ihre Songs gehörten zum Fundament seines Werks. Scorsese: “Wenn ich Jaggers Stimme hörte, die Akkorde von Keith Richards, dann sah ich Bilder in meinem Inneren. Ich sah Szenen vor mir, die ich Jahre oder Jahrzehnte später erst gedreht habe. Die Musik gab mir Energie. Und sie stillte meinen Zorn. Ich wuchs schließlich an einem Ort auf, wo der Zorn regierte.”
Über den Stones-Film sagt er: “Die Kamerabewegungen, die Schnitte - das ist tatsächlich Rock ‘n’ Roll. Vielleicht folgen alle diese Szenen den rhythmischen Mustern, die ich in meiner Jugend am Radio absorbiert habe.” Scorsese zieht in der ZEIT eine Zwischenbilanz seines Schaffens: “Im Lauf der Jahre hatte ich viele Phasen, wo ich sehr down war, mir ging es schlecht, ich musste Verluste verkraften. Es war hart, zurückzukommen - in den Alltag, zur Arbeit. Und wenn man zurückkommt, muss das, was man herstellt, gut sein - so gut, wie es nur geht. Was mich am Leben hält, ist die Chance, zurückzuschlagen. Nicht unbedingt mit Gewalt. Mit anderen Mitteln. Ich habe diesen Drive, er ist immer da gewesen, Gott weiß, woher. Vielleicht hängt es mit meinem Asthma zusammen, damit, dass ich als Kind immer krank war, damit, dass ich mich immer als Außenseiter gefühlt habe, und damit, dass ich einfach zurückschlagen wollte: Kämpfen! Nicht aufgeben! Und das alles tut man, um sich zu vergewissern, dass man am Leben ist.”
O-Töne aus der Berlinale Pressekonferenz folgen.





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