Berlinale 2009: der sechste Tag
Das Festival der langen Wege und der Warteschlangen. Wer die Erstvorfuehrungen am Potsdamerplatz verpasst, muss lange Wege zu anderen Kinos in der Stadt in Kauf nehmen. Dies bringt den vorher sorgsam geplanten Terminkalender voellig durcheinander. Ach ja: die Interviews. Wer mehr will als die taeglichen Pressekonferenzen, derversucht einen der raren Gespraechstermine beiueber diePresseagenten zu bekommen. Noch mehr Zeitverlust, man kurvt zu den Hotels, haengt in der Lobby ab bis es endlich hoch zum Gruppeninterview geht. Hierbei sind wir Radioleute schon priviligiert: ueberschaubarer Kreis, nette Kollegen. Laeuft es gut, kann dies auch schnell zum Fluch werden, aus einer halben Stunde Material soll ein fuenf Minuten Beitrag werden. Thema Warteschlangen,die Faz hat gestern dazu sogar einen literarischen Beitrag abgeliefert.Ein guter Platz bedeutet rechtzeitig am Start zu sein.Wie ueberall gibt es auch hier den Ignoranten, der erst ins Kino rennt, dort seinen Rucksack (!) platziert und sich etwas zu essen holt. In den heutigen Zeiten ist das leicht panische gefuehl der Sitznachbarn schon vorprogrammiert.



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