Wettbewerb: There will be Blood
Regie: Paul Thomas Anderson; Darsteller: Daniel Day Lewis, Paul Dano
Inspiriert von Upton Sinclairs Roman “OIL” und der Biografie des kalifornischen Ölmagnaten Edward L. Doheny, erzählt der Regisseur Paul Thomas Anderson in seinem Film die Geschichte von Daniel Plainview, einem Mann der im amerikanischen Westen nach Silber schürft und Öl findet. Im Lauf der Zeit steigt er zum Öltycoon auf. Eines Tages taucht ein junger Mann ,Eli Sunday, bei Plainview auf und berichtet das auf der Farm seiner Eltern Öl aus dem Boden sickert. Für nähere Informationen will er Geld haben.
Plainview prüft die Angaben, indem er mit seinem kleinen Sohn H.W. auf die Farm reist und beim alten Sunday vorgibt Wachteln jagen zu wollen. Er findet reiche Ölvorkommen und es gelingt ihm, zahlreiche Farmern im Umland zur Abtretung ihres Schürfrechts auf ihren Farmen zu überreden. Eli Sunday entwickelt sich zu einem fundamentalistischen Laienprediger und zu einem Gegenspieler von Plainview. There will be blood ist ein sehr literarischer Film und zeigt Kritik an den heutigen Zuständen in den USA. Auf einer Seite die christlich religiösen Fundamentalisten, auf der anderen Seite die ungehemmte Entwicklung des Neoliberalismus. Daniel Day Lewis und Paul Dano zeigen eine Brilliante Darstellung, es gibt Passagen die an ein Kammerspiel erinnern. Paul Thomas Anderson erhielt mit “Magnolia” bereits einmal den Glodenen Bären. Dieser Film kann wieder ein Kandidat sein.
Jutta Engelmayer



Keine Kommentare
Noch keine Kommentare.
Leider ist die Kommentarfunktion zur Zeit deaktiviert.