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Wettbewerb: Il y a longtemps que je t’aime

Bloged in Berlinale 2008, Wettbewerb von admin Freitag Februar 15, 2008

Kistin Scott Thomas und Elsa Zylberstein in “Il y a longtemps que je t’aime Foto: Berlinale

Regie: Philippe Claudel; Darsteller: Kristin Scott Thomas, Elsa Zylberstein
Juliette wird nach 15 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Sie wird von ihrer jüngeren Schwester Lea in ihrem Haus aufgenommen. Lea lebt mit ihrem Mann, zwei Adoptivtöchtern und ihrem Schwiegervater in Nancy. Die beiden Frauen sind sich fremd, zu groß ist der Altersunterschied und durch Juliettes Tat wurde sie von der Familie als nicht mehr existent behandelt. Juliette ist sehr introvertiert. Als sie Arbeit als Schreibkraft in einem Krankenhaus findet, wird sie in der Pobezeit darauf hingewiesen. Sie müsse daran arbeiten sich mehr in die Gemeinschaft einzugliedern, die Kolleginnen haben sich über sie beschwert.
Das Haus von Lea ist voller Leben, die Kinder lieben Juliette und nach anfänglichem Bedenken akzeptiert auch Luc, Leas Ehemann, seine Schwägerin. Die Freunde der Familie nehmen Juliette in ihrere Mitte auf. Ein Kollege von Lea fühlt sich zu Juliette hingezogen, doch sie weißt ihn zurück, sie ist noch nicht soweit. Die Schwestern nähern sich und sprechen über lange Ungesagtes.
Kristin Scott Thomas spiel die Juliette als introvertierte, zurückhaltende, verletzliche Frau, die ihre Umgebung beobachtet. Es vergeht einige Zeit im Film bis sie lächelt. Ganz langsam beginnt sie sich zu öffnen und der Zuschauer erfährt mehr über diese geheimnisvolle Frau. Ein stiller Film der etwas über Angst und Freude zeigt, über Frauen die in der Lage sind zu überwinden und einen Neuanfang zu wagen. Sehenswert!
Jutta Engelmayer

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