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Wettbewerb: Gardens of the Night

Bloged in Berlinale 2008, Wettbewerb von admin Sonntag Februar 10, 2008

John Malkovich in “Gardens of the Night” Foto: Berlinale
Leslie ist ein acht jähriges hübsches Mädchen mit langen blonden Haaren. Sie geht von ihrem Elternhaus zur Schule, als sie einen Mann bemerkt der nach seinem Hund ruft. Der Mann fragt Leslie ob sie einen kleinen weißen Hund gesehen hätte, der ist nämlich weggelaufen. Leslie hat den Hund nicht gesehen, erklärt sich aber bereit, zusammen mit dem Mann nach Hause zurück zu gehen um nachzusehen ob der Ausreißer mit ihrem Labrador spielt. Dort ist das fiktive Tier aber nicht. Dem Mann, der sich als Mitarbeiter von Leslies Vater ausgibt gelingt es, Leslie wiederholt in seinen Wagen zu locken um sie dort zu betäuben und zu entführen. Leslies Leidensweg beginnt. 
In der Wohnung der Kidnapper befindet sich bereits ein kleiner Junge. Leslie freundet sich mit Donnie an, sie kreieren sich eine eigene Welt. Beiden Kindern wird von den Entführern immer wieder gesagt, das ihre Eltern sie nicht mehr haben wollen, bis sie es schließlich glauben. Leslie und Donnie werden als Kinderprostituierte mißbraucht. Acht Jahre später tauchen die beiden nach ihrer Flucht als Strassenkids wieder auf. Da sie Geld brauchen verkaufen sie ihre Körper. Eines Tages begibt sich Leslie im Auftrag eines Zuhälters in ein Obdachlosenheim um dort ein Mädchen heraus zu holen. Im Heim lernt sie den Sozialarbeiter Michael kennen. Der findet heraus wer Leslie wirklich ist und woher sie kommt. Doch der Weg zurück ist nicht einfach.
Ein Film der im Kino auf einer großen Leinwand schwer auszuhalten ist. Einseits ist dort die Wut auf die Kidnapper und Mißhandler der Kinder, andererseits wird der Zuschauer zum Voyeur. Der Regisseur Damian Harris hat lange und ausgiebig recherchiert, er hat mit Betroffenen gesprochen. Mit John Malkovich in der Rolle des Sozialarbeiters Michael steht ihm ein sehr erfahrener Schauspielr zur Seite. Die Darsteller von Leslie und Donnie als Kinder sowie als Jugendliche bieten eine gute schauspielerische Leistung.Doch der Film könnte in den Szeneübergängen plausibler sein, einige Entwicklungen erklären sich nicht. Gardens of the nights ein  Film über Kindesmißbrauch der sich sensibel aber deutlich diesem Thema nähert. Ob das jeder Zuschauer aushält ist zu bezweifeln, während der Vorstellung haben einige Besucher das Kino verlassen.
Jutta Engelmayer

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