Red Hill - Roter Berg
Regie: Patrick Hughes
Wo ist ein Berg rot? Richtig, in Australien. Red Hill spielt in einer Kleinstadt im Westen Australiens. Es ist ein Western. Ein moderner Western. Mit Pferden, großartiger Landschaft, der Weite, und mit Einsamkeit.
Die Polizisten dieser Kleinstadt tragen Westernhüte. Und sie tragen diese lonesome-cowboy-Siedler-Mentalität der eingewanderten Australier vor 100 Jahren im Gesicht. So stellt man sie sich jedenfalls vor. Verschlossen, unnahbar, ruppig gegenüber Fremden. Und als Fremder kommt Shane in diese friedlich scheinende Kleinstadt. Jedoch der friedliche Schein trügt.
Shane ist ein junger Polizist, der sich mit seiner schwangeren Frau aufs Land versetzen ließ. Seine ruppigen Polizistenkollegen verbergen etwas, wie sich bald zeigt, eine alte Geschichte, in die sie verwickelt sind, an der sie Schuld tragen. Dies zeigt sich, als ein Aborigine aus einem Gefängnis ganz in der Nähe entlassen wird. Der offenbar aus eben dieser Kleinstadt stammt und hierher zurückkehrt. Nun bricht bei den Polizisten Panik aus. Warum? Wovor haben sie Angst? Daß Tatsachen ans Licht kommen?
Das Panorama wird im diesjährigen Programm „Zeitreisen galore!“ genannt. Dieser Film „Red Hill“ ist eine Reise nach Australien – schon dafür lohnt der Besuch. Und eine Zeitreise: in der Gegenwart spielend und dennoch die Geschichte mehrfach wiederbeleben. Das Genre Western als männlich – stark – erobernd – behauptend ist prima dafür geeignet.
Ein unrühmlicher Teil der Besiedelung des Landes der Aborigines durch Weiße wird unaufdringlich aufdringlich in Erinnerung gebracht.
von Thomas Borowski




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