Berlinale 2010 - Indigène d’Eurasie
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Indigène d’Eurasie ist eine Coproduktion aus Litauen, Frankreich und der russischen Föderation. Regie: Sharunas Bartas
Eastern Drift erzählt von einem Mann, der sich in Litauen seine Existenz im kriminellen Milieu sichert. Als Drogendealer hat er Geld übrig, das er wiederum bei anderen Geschäften investiert. Von den Geschäftspartnern mit der Bezahlung hängengelassen, trifft er einige folgenreiche Entscheidungen, die ihn quer durch Europa führen.
Was ist interessant daran? Der Protagonist erzählt, er sei quasi elternlos aufgewachsen, früh auf sich allein gestellt. Er ist nicht in der Lage, sich irgendwo zu verwurzeln, weder örtlich noch bei einer Geliebten. Und man erhält Eindrücke aus Litauen und seiner Hauptstadt an der Ostsee. Paris und Moskau bleiben oberflächlich. Im ganzen Film herrscht trübes Herbst- und Winterwetter, Ausdruck der auch grauen Atmosphäre der Hauptfigur, dargestellt von Sharunas Bartas, der auch Regie führte. Vielleicht war diese Doppelrolle eher Last – jedenfalls ist der Film zu langatmig und oft zu vorhersehbar. Auch wenn die Figur interessant gespielt ist. Und die Litauer Aufnahmen können das leider nicht ausgleichen.
von Thomas Borowski
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