Berlinalefilm in der Kritik: When you`re strange
Die Legende lebt auch von Jim Morrison tot ist. Großer Andrang bei der Premiere von Tom DiCillos Dokumentation über die Doors, eine der markantesten und einflussreichsten amerikanischen Rockbands der 60ger Jahre. Der Kopf der Band, der charismatische Sänger Jim Morrison steht - wie könnte es anders sein - im Mittelpunkt dieses Films. Alles fing auf den Fluren des UCLA Filmschool an, dort lernten sich Jim Morrison und Ray Manzarek der Keyboarder kennen. Bei einem Esoterikkurs lernten die beiden den Gitarristen Robby Krieger und den Schlagzeuger John Densmore kennen. Tom DiCillo hat Unmengen an unveröffentlichten Filmmaterial zusammengestellt und zeigt die Anfänge der Band, ihre legendären Liveauftritte, die oft durch Morrisons Exzesse im Chaos endeten und ihre Studiosessions. Der hypnotische Sound der Band, die in ihrer musikalischen Kompromisslosigkeit zeitlos wirkt, steht dabei immer im Mittelpunkt. Spannend die Auszüge aus dem von Jim Morrison gedrehten Film “HWY An American Pastoral” indem er selbst die Hauptrolle spielt. Nicht nur für eingefleischte Doorsliebhaber, denn hier lebt die Power der damaligen Zeit wieder auf und überträgt sich auf die Zuschauer.
Ulf Engelmayer



