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Too Cool for Internet Explorer

Wall to Wall: Immigranten in Europa

Bloged in Film in der Kritik, Filmfest Hamburg 2008 von admin Sonntag Oktober 5, 2008

Wall to Wall (c) PressefotoDer Dokumentarfilm des belgischen Regisseurs Patric Jean ist eine Reise von der ehemaligen Mauer in Berlin bis zu den Grenzzäunen von Ceuta in Nordafrika. Auf dieser Reise erzählt der Film  von Immigranten, in Form von persönlichen Schicksalen. Die Reise beginnt in Berlin. Dort begegnet der Zuschauer einem Pakistani, der an der ehemaligen Mauer an Touristen Offiziersmützen der ehemaligen nationalen Volksarmee, Bernsteinketten und Mauerstückchen verkauft. In Berlin lebt er sehr spartanisch, mit seinem Geld unterstützt er seine in Pakistan lebende Frau und seine Kinder. Ein Mal im Jahr fliegt er nach Pakistan um seine Familie zu sehen. (weiterlesen…)

Terrible Happy - Notizen aus dem dänischen Flachland

Bloged in Filmfest Hamburg 2008 von admin Sonntag Oktober 5, 2008

Henrik Ruben Genz geht in TERRIBLY HAPPY der dänischen Provinz auf den Grund. Und wohl nicht nur der! Der Kopenhagener Polizist Robert wird aus platte Land versetzt. Moin, moin auch…. Leider ist er den Bewohnern dieser Gegend hoffnungslos ausgesetzt. Wenn er sich - auf gruselige Weise - ihnen doch gewachsen zeigt. Oder: auf bestimmte eingeübte Riten, können Männer wie Robert sich nur auf eine Art verhalten. In TERRIBLY HAPPY kann man seine Zweifel an Polizisten und Männerklüngeleien nähren. Das typische Verhalten im Dorf ist eine Mischung aus Totalinformiertheit und Vertuschen nach außen. Wir regeln unsere Sachen selber! So beginnt provinzelles Denken. Und mag der Horizont in der Marsch auch weit sein. Das Dorf kennt seine Grenzsteine. Und was dem, der auf dem Sprung ist, gruselig erscheint, vermittelt dem, der an das Dorf gebunden ist, Sicherheit. Dem Regisseur Henrik Ruben Genz lag daran, das archaische Verhalten seiner Figuren herauszukristallisieren. Es ist ihm gelungen.
Text: Meike Gastner
p.s. Demnächst läuft in der radio lounge ein Interview mit dem Regisseur Henrik Ruben Genz, danach hier als mp3 zu hören.

Tokyo! Drei Ansichten einer Metropole von Michel Gondry, Leos Carax und Bong Joon-Ho

Bloged in Filmfest Hamburg 2008 von admin Sonntag Oktober 5, 2008

Auf nach Tokyo - oder was davon übrig bleibt, wenn drei Regieberserker wie Michel Gondry, Leos Carax und Bong Joon-Ho sich zu Tokyo Gedanken machen.Arbeitstitel der Veranstaltung: TOKYO! Michel Gondry nennt seinen Part „Interior Design“. Ein paar verrückte junge Leute wollen einen abgedrehten Film drehen. Und verwandeln sich ungeahnt. „Merde“ heißt der Beitrag von Leos Carax. Eine Art Alien - gespielt von Denis Lavant - verunsichert Tokyo. Eine primitive Lebensform trifft auf eine zivilisierte. Wer blamiert sich mehr? Ein Experiment ausgestattet mit allen Sinnen, die dem Macher kurioser Filme wie z.B. DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF zur Verfügung stehen. Unverzichtbar dabei: Vorstellungskraft und Humor. Ein heiterer Abgesang an den Fortschrittsoptimismus und an das, was allgemein hin als zivilisiert gilt. Merci! Den Abschluß macht Bong Joon-Ho mit „Shaking Tokyo“. Da lebt ein junger Mann Jahre lang zurückgezogen in seiner Wohnung, als ob er einen Krieg überwintern müßte. Und was passiert? Er verliebt sich in die Pizzabotin. Da bebt halt die Erde! Der Dreiteiler TOKYO! ist gut was zum Abhängen und bietet dabei viel an Imaginationskraft. Unbedingt zu empfehlen!
Text: Meike Gastner

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